Urbanes Hintergrundmotiv

Bildagentur versus Fotografie – Symbolträchtige Hintergrundmotive fotografieren

Herausforderungen sind das Salz in der Suppe jedes kreativen Menschen

Es geht bei einem Thema nur darum, die Tür zu finden, die Inspiration freisetzt und das Feuer entzündet. So ging es mir kürzlich bei einem Auftrag, der mich nach Berlin gelockt hat. Die Kundin, eine sehr liebe Freundin, die ich noch aus den Anfangsjahren in Baden-Baden kenne, suchte einen Fotografen. Portrait-Aufnahmen sollten es werden, für zwei Webseiten. Die eine modern und im Thema Digitalisierung und Vernetzung, die andere Seite eher in Richtung Yoga und Meditation. Beiden Themen inne wohnt die Kommunikation, achtsames Zuhören und Konzentration auf das Wesentliche.
Gewünschte Motive waren Bilder, die Vernetzung und Kommunikation illustrieren, ohne die übliche Technik zu zeigen, dabei aber eine gewissen Urbanität und eine moderne Bildsprache  mitbringen. Es gab keine Beispielbilder im Briefing.
Hier kommt in der Regel der Besuch einer Bildagentur infrage. Viiiiiiel günstiger und schneller, für wenige Euro ein Bild für fast Alles. Mit einem Nachteil: Es ist nicht exklusiv und damit können auch ähnlich angestellte Unternehmen dieses Motiv lizenzieren lassen. Natürlich gibt es Nutzer, denen genau das egal ist.

Also bin ich losgezogen, zum Tempelhofer Flugfeld, das eine gigantische Freizeitfläche mit dem Duft von weiter Welt und Flughafen noch immer Faszination ausübt. Linien gibts hier ohne Ende… man muss nur das richtige finden… Beim Locationsscouten ziehe meistens nicht mit der Ausrüstung los, sondern zücke das Smartphone. Leicht, flexibel – und ich muss keine zehn Kilometer die Ausrüstung schleppen… so viel lief ich nämlich auf der Suche nach dem richtigen Spot.

Das Licht war am Nachmittag der Hammer, jede Menge Menschen unterwegs, sehr stylisch, Berlin eben. Inspirierend, würde ich sagen. Neuland entdecken ist auf jeden Fall der Teil an meinem Beruf als Fotograf, der mir am meisten Spaß macht. Das erste Motiv, dass ich fotografiert habe war die Reflexion in einer großen Pfütze auf dem Weg zum Eingang des Flugfeldes. Sah schon mal sehr gut als. Keine Viertelstunde später stolperte ich über das Beitragsmotiv. Wow! Die gelbe Markierung eines Runways, mit einem völlig verruchteren Deckel auf der Linie, dahinter grün… das war wie eine Stadt der Zukunft inmitten von Asphalt. Die aufgebrochene Farbe macht das Ganze authentisch und lässt einige Ansätze vor Symbolik… wie vieles zusammenfindet um etwas Positives hervor zu bringen.

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